Wandern auf dem Rücken des Monte Baldo

Juli 12, 2017

Am östlichen Ufer des Gardasee dominiert der Monte Baldo die Landschaft. Der etwa 30 Kilometer lange Bergrücken liegt zwischen Gardasee und Etsch und ragt stolz in die Luft. Mit seiner herrlichen Landschaft lädt er zum ausgiebigen Trekking und Mountainbiken ein. Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, einen Tag auf dem Monte Baldo zu verbringen.

 

Mit einem 360°-Blick auf den Monte Baldo

Früh starten wir unseren Morgen in Dro und machen uns auf den Weg Richtung Malcesine. Der beliebte Touristenort am Ostufer ist der Ausgangspunkt unserer Reise. Hier steht die »Funivia«, die Seilbahn die uns auf knapp 1.800 Meter Höhe bringt. Bereits bei unserer Ankunft in Malcesine häufen sich die Touristen und an der Kasse bildet sich schon eine lange Schlange. Wir haben Glück und bekommen noch Karten zum ermässigten Preis von 15€ pro Person (Hin und Retour). Diese ermässigten Preise gelten für alle Fahrkarten, die zwischen 8.00 und 9.00 Uhr gekauft bzw. nach 16 Uhr bis Dienstende gekauft und verwertet werden. Zudem gibt es natürlich eine Altersermäßigung (< 18 Jahre und > 65 Jahre).

Die erste Gondel bringt uns auf die Zwischenstation San Michele. Hier steigen wir in eine größeren Gondel, die uns bis zur Bergstation auf 1.800 Meter Höhe bringt. Das Besondere an der Gondel ist, dass sie sich auf dem Weg nach oben einmal um 360 Grad dreht.

Oben an der Bergstation angekommen müssen wir uns erst einmal orientieren. In der Station selbst gibt es einen Kiosk, ein Restaurant und Toiletten. Der Außenbereich lädt zum Verweilen ein. Doch erst die Arbeit, dann das Vergnügen! Unsere erste Anlaufstelle ist der »Colma di Malcesine«.

 

Eine Top-Aussicht vom Colma di Malcesine

Bevor wir zum Gipfelstürmer mutieren, wählen wir einen kleinen Spaziergang zum warm werden. Von der Bergstation der Funivia aus halten wir uns links und gehen ein paar Meter einen Hügel hinauf. An der Kuppe angelangt sieht man schon die Berghütte »La Capannina«, die mit einem großen Biergartenbereich die Wanderer empfängt. Schräg gegenüber der Berghütte befindet sich ein Gatter, in dem einige Alpakas leben. Für ein par Euros kann man diese an der Leine spazieren führen. Neben dem Gatter werden Produkte aus Alpakawolle angeboten.

Der Weg zum Aussichtspunkt führt uns durch die Wiesen auf immer gleicher Höhe nach Norden. Dabei begegnen wir auch an einer Schafsherde, die hier genüßlich am Hang grast.

Nach nur etwa 15 Minuten erreichen wir den Aussichtspunkt und genießen den wunderschönen Ausblick auf das nördliche Seeufer sowie den »Monte Altissimo di nago«, einem der höchsten Gipfel des Monte Baldo (2.074 Meter).

 

Gipfelstürmer: Der Cima delle Pozette

Als nächstes Ziel steht der dritthöchste Gipfel des Monte-Baldo-Bergrückens auf unserem Plan: Der »Cima delle Pozette« (2.132 Meter).  Nur der »Punta Telegrafo« (2.200 Meter) und der »Cima Valdritta« (2218 Meter) sind noch höher. Wir gehen zurück zur Bergstation, von wo aus uns der Weg nun weiter nach Süden führt. Nach einem ersten steilen Abschnitt passieren wir die Prà Alpesina – einen Sessellift, der Avio im unten liegenden Tal mit dem Bergkamm verbindet.

In der Ferne können wir schon den Gipfel (und den noch vor uns liegenden Weg) erahnen. Nach einer kurzen Verschnaufspause geht es zügig weiter.  Natürlich nicht ohne noch ein paar Schnappschüsse einzufangen wie dieses Foto, dass auch aus einer Alpen-Familienurlaubs-Werbung stammen könnte…

Nach dem Sessellift passieren wir eine Art Eingang, die uns auf die Gefahren und die richtige Verhaltensweise aufmerksam macht. Nach einigen manierlichen Meter geht es bald steil bergauf, über Schotter- und Steinwege. Einige Male müssen wir große Steinblöcke bewältigen, wozu wir die Hände zu Hilfe nehmen müssen. Andere Schwierigkeiten gibt es nicht, der Weg ist wirklich machbar. Durch die Steigung geraten wir jedoch schnell ins Schwitzen.

Je höher wir kommen, desto dichter wird leider auch die Wolkenwand. Doch uns kann kein Wässerchen trüben und wir schreiten weiter voran. Dabei passieren wir auch die kleinen Steinmännchen, die hier schon zur Attraktion geworden sind.

Nach zwei Stunden und rund vier Kilometern stehen wir endlich auf der Cima delle Pozette – natürlich umhüllt von Wolkenschwaden. Nach ein paar obligatorischen Fotos am improvisierten Gipfelkreuz haben wir sogar etwas Glück und. die Wolken lichten sich etwas. Für einige Minuten geben sie genau den Blick auf Malcesine und die Burg frei. Nachdem sich die Wolkenwand wieder geschlossen hat treten wir den Rückweg an.

Mehr Informationen zum Monte Baldo und zur Funivia erhaltet ihr hier: https://funiviedelbaldo.it/de/.

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