Madeiras Südküste – von Cabo Girão nach Ponta da Pargo

August 19, 2017

Heute nehme ich euch mit auf eine Reise entlang der Südwestküste Madeiras, an deren fruchtbaren Hängen sich die Bananplantagen reihen und in deren Dörfer man Honigkuchen kaufen kann. Die Erträge der Zuckerrohrfelder werden übrigens nicht nur für den berühmten Honigkuchen genutzt, sondern sind in Form von Zuckerrohrschnaps auch ein unverzichtbarer Bestandteil des Nationalgetränkes Poncha. Na dann, Prost!

 

Cabo Girão, das „Kap der Umkehr“

Unser erster Abstecher ist Cabo Girão, westlich von Camara de Lobos gelegen. Gemeinhin wird sie mit 580 Meter Höhe oft als höchste Steilklippe Europas bezeichnet. Tatsächlich aber ist der Preikestolen mit 604 Meter in Norwegen noch etwas höher.

Die Aussichtsplattform von Cabo Girão ist über die Autobahn von Funchal aus gut erreichbar und vor Ort gibt es gute Parkmöglichkeiten. Mit ihrer spektakulären Aussicht in die Tiefe ist Cabo Girão natürlich eines der Top-Ausflugsziele.

2012 wurde die Plattform mit einem gläsernen Skywalk ausgebaut. Hinter dem Skywalk führt auf halbem Weg zur Straße ein Lift zur Meereshöhe Faja dos Padres, von wo aus man die Klippe auch von unten in Augenschein nehmen und einen schönen Spaziergang entlang der Küste unternehmen kann.

 

Ponta do Sol – wo immer die Sonne scheint

Nachdem wir von dem gläsernen Skywalk aus ein paar beeindruckende Fotos gemacht haben, setzen wir uns wieder ins Auto Richtung Westen und erreichen bald Ribeira Brava, von wo aus wir entlang der Küste weiter in Richtung Westen fahren. Als nächstes erreichem wir Ponta do Sol. Sol wie die Sonne. Und tatsächlich ist Ponta do Sol die Gemeinde Madeiras mit den meisten Sonnenstunden.

Das kleine Dorf liegt in einer Schlucht direkt an der Südküste zwischen Ribeira Brava und Calheta. Die Gemeinde hat in der Bucht Wellenbarrieren errichtet damit einem angenehmen, ruhigen Badevergnügen nichts im Wege steht. Umkleidekabinen am Strand sind vorhanden, der bis auf am Wochenende ist relativ wenig besucht und ruhig ist.

 

Bananen aus Madalena

Von Ponta do Sol fahren wir nach Madaleno do Mar. Der Ort ist umringt von felsigen Abhängen und bietet einen herrlichen Ausblick auf die hohen schlanken Steilhänge und auf die lang gestreckte Meeresküste. Madalena do Mar ist umgeben von vielen Bananenplantagen die sich weit ins Landesinnere erstrecken.  Wir besichtigen wir eine Bananenplantage und erfahren, dass Madeiras Bananen etwas kleiner sind als die „normalen“ Bananen.

 

Das Fischerdorf Paul do Mar

Paul do Mar ist ein typisches Fischerdörfchen.  Nahezu senkrechte Felswände begrenzen die schmale Küstenebene, auf der die Bewohner Bananen und Wein anbauen. In den engen Gassen des Hafenviertels leben noch viele Fischereifamilien.  In den Gewässern vor der Küste dieser Gemeinde gibt es eine unglaublich reiche Vielfalt an Fischen, was den Fischfang hier nur umso lukrativer macht.

Am Hafen ragt eine große Statue in die Höhe, eine Statue zu Ehren der Fischer, die hier inmitten der Brandung steht und das Dorf beschützt.

 

Die Westspitze Madeiras – Ponta da Pargo

Der rote Leuchtturm von Ponta da Pargo zeigt uns: wir sind am westlichsten Punkt der Inseln ankommen. Der Leuchtturm liegt auf einer flachen Hochebene über der Steilküste. Die grandiose Lage des Leuchtturms an der Westspitze der Insel lädt jedoch vor allem zu romantischen Sonnenuntergängen ein. Diese kann man am Besten von der Felsenplattform direkt unterhalb des Leuchtturms genießen, denn von dort aus hat man einen freien Blick über das Meer und auf die über 300 m hohen Steilküsten zu beiden Seiten, welche sich im Licht der untergehenden Sonne in sich immer ändernden Rotfärbungen präsentieren.

Das könnte dir auch gefallen

Schreibe einen Kommentar