Jakarta, du unbezwingbare Bestie!

Juli 20, 2015
Jakarta

Jakarta, Hauptstadt Javas – die erste Station unseres 3-wöchigen Aufenthaltes in Indonesien und der Beginn unseres Kulturschocks. Viele schreiben, man könne dort nicht schnell genug wegkommen. Und irgendwie haben sie Recht. Jakarta hat all das, was eine typische (asiatische) Großstadt ausmacht: Viel Lärm, viel Verkehr, viel Smog. Nicht zu vergessen die Händler und Taxifahrer. Aber lasst mich euch trotzdem erzählen, wie man bei einem Zwischenstopp in Jakarta das beste draus machen kann!

 

Visum

Am Soekarno Hatta Airport angekommen kümmerten wir uns zunächst um das Visum. Am Besten nehmt ihr für das „VoA“ (Visa on Arrival) 35 $ in bar mit, das geht am Einfachsten. Auf dem Weg zum Ausgang kommt ihr automatisch an den Schaltern fürs Visum vorbei.
Nachdem wir unser Gepäck hatten und aus dem Gebäude raus sind, wurden wir von feucht-warmen Wetter empfangen. Nach wenigen Metern mit den Rucksäcken waren wir quasi am Triefen.

 

Anreise: Vom Flughafen in die Stadt

Da ich mir in den Kopf gesetzt hatte den öffentlichen DAMRI Bus zu nutzen, mussten wir uns erstmal an allen Taxifahrern vorbei quälen – vielen Taxifahrern, die keine Ruhe geben wollten. „Taksi, Taksi“ war wohl das meistgesagteste Worte in unserem Urlaub. Das sollte auch nach Jakarta noch so bleiben.

Mit den DAMRIs kommt ihr zu vielen verschiedenen Zielen – von und zum Flughafen. Unser Ziel war die Gambir Station, das kostet 40,000 Rp. pro Person und der Bus fährt alle 30 Minuten. Einfach warten bis ihr „Gambir, Gambir“ hört und dann schnell in den Bus steigen zum Plätzesichern. Die DAMRI Station findet ihr (wenn ihr am Terminal 2 für internationale Flüge ankommt), indem ihr aus dem Terminal raus und dann nach links geht. Es ist schon ein kleines Stück, lasst euch nicht von den Taxifahrern weichkochen. Die Busse sind erstaunlicherweise sogar klimatisiert und sollen Wifi haben, Letzteres hat natürlich nicht funktioniert.

Nach über zwei Stunden Fahrt sind wir irgendwann auch angekommen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit in der Rush Hour beträgt nur 10 km/h. Jakarta ist die „Staustadt“ der Welt. Das liegt mitunter daran, dass es kaum bis gar keine sicheren und verlässlichen öffentlichen Nahverkehrmittel gibt.

An der Gambir Station angekommen haben wir nach Zugtickets für unsere Weiterfahrt nach Yogyakarta für den übernächsten Tag gefragt. Leider gab es keine Eksekutif Tickets (klimatisierte Klasse) mehr. Da es meinem Freund eh schrecklich ging (er hatte sich kurz vor Abflug noch eine Grippe mit Fieber und alle drumherum zugelegt) haben wir uns gegen die anstregende Weiterreise auf Java entschieden und am nächsten Tag noch ein Flugticket direkt nach Bali gebucht.

 

Sightseeing

Jakarta ist ein guter erster Stopp zum Ankommen. Falls ihr zum Beispiel noch Java weiterbereisen wollt, solltet ihr auf jeden Fall ein oder zwei Nächte in Jakarta einplanen. Ich gebe zu, wir haben nicht so viel in Jakarta gesehen. Wir hätten zunächst ganz schön an der Zeitumstellung und dem gewaltigen Kulturschock zu knabbern.

Unser erster Eindruck dieser Stadt war nicht der Beste. Ganz die asiatische Großstadt ist Jakarta laut und stickig. Insbesondere der Müll ist sehr problematisch. Der landet nämlich oft auch in den kleinen und großen Kanälen, die durch die Stadt ziehen. Dementsprechend entwickeln diese eine wirklich schrecklichen, beißenden Geruch.

Jakarta

Der Verkehr ist natürlich nicht mit unserem Verkehr in Deutschland zu vergleichen. Hupen heißt hier: Ich komme, macht Platz! Richtige Verkehrsregeln scheint es nicht zu geben. Zwischen den Autos schlängeln sich Mopeds und Tuk Tuks durch den dichten Verkehr. Erst gegen Abend wird es etwas ruhiger.

Jakarta

Empfehlenswert ist ein Besuch des Nationalmonuments (MONAS). Dieses liegt sehr zentral in der Nähe der Gambir Station, eingebettet in eine große Parkanlage. Das Monument ragt mit 137 Metern in die Höhe und soll an den Kampf der Indonesier gegen die Kolonialherren erinnern. An der Spitze krönt eine gold überzogene Flamme als Symbol für den unerschütterlichen Kampfeswillen der Indonesier.

Jakarta Nationalmonument

Der Eingang zum Gelände ist über die Jl.Silang Monas Barat Laut über einen Tunnel erreichbar. Die Außenwände des Geländes sind mit Steinmetzgereien geschmückt, welches etwas über die Identität und Kultur der Indonesier erzählen.

Ein kleiner Aufzug fährt hinauf zur Aussichtsplattform, von der aus man in 115 Meter eine spektakuläre Aussicht hat – die leider etwas von dem Smog der Stadt überlagert wird. Anschließen kann man sich das Museum im Sockel des Monumentes besuchen. In 15-20 Minuten erfährt man hier etwas über die Geschichte Indonesiens.

Von oben könnt ihr natürlich den Ausblick genießen. Und werdet wahrscheinlich so wie wir feststellen, dass der Blick leider durch den Smog stark getrübt ist.


 

ÖFFNUNGSZEITEN

08:00-15:00 Uhr. (Tipp: Der Eintritt ist nicht direkt am Nationalmonument, sondern einige Meter entfernt durch einen Tunnel zu erreichen. Dort wo sich alle Händler tümmeln findet ihr auch den Tunneleingang).

 

EINTRITTSPREIS

Kinder: 4.000 Rp

Erwachsene: 15.000 Rp.

 

Unterkunft: Take’s Mansion

Insgesamt haben wir 2 Nächte in Jakarta verbracht – im zentral gelegenen Hotel Take’s Mansion. Ein für Jakarta-Verhältnisse preiswerteres Hotel, das seine besten Jahre auch schon gesehen hat. Kleines i-Tüpfelchen: Pool auf dem Dach. Für umgerechnet 38€ inkl. Frühstück konnte man da nicht meckern.

Das Hotel liegt in der Nähe der Gambir Station. Nur wenige hundert Meter entfernt stellte sich diese Strecke zu Fuß jedoch als weniger komfortabel heraus als erwartet. Als Fußgänger ist man eher die Rarität und dementsprechend gestelten sich die „Fußwege“ und benehmen sich die anderen Verkehrsteilnehmer. Leider muss man vom Hotel erst einen kleinen Umweg entlang einem der erwähnten stinkenden Kanäle zu einer Brücke gehen, um zur Hauptstraße zu gelangen. Für zwei Nächte war das aber alle zu ertragen, zumal das Personal und die Gesamtlage alles wett gemacht hat.

Take's Mansion

Vom Pool aus hat man einen guten Ausblick über die Stadt. Insbesondere bei Nacht…

Das könnte dir auch gefallen

Schreibe einen Kommentar