Farbenfrohes Sevilla

Februar 23, 2017

Von Cádiz aus ging es weiter nach Sevilla, die viertgrößte Stadt Spaniens und das pulsierende Herz Andalusiens – bekannt für Stierkämpfe und Flamenco. Hier sollte man mindestens zwei bis drei Nächte verbringen, denn die Stadt hat so viel zu bieten.  Dreh- und Angelpunkt jeder Reise nach Sevilla sollte das Altstadtviertel Barrio Santa Cruz sein. Mit den engen Gassen, weiß gekalkten und bunten Häusern versprüht es einen ganz eigenen Charme und lädt zum abendlichen Wein und Tapas ein.


 

Ein perfekter Tag in Sevilla

Eine der Sehenswürdigkeiten ist die Kathedrale von Sevilla. Sie ist nach der Peterskirche ein Rom und St- Paul`s in London die drittgrößte Kirche der Welt. Die Hauptmoschee und das Minarett wurden im 12. Jahrhundert gebaut. Im 13. Jahrhundert wurde die Moschee zur Kathedrale geweiht, In den darauf folgenden Jahrhunderten wurde die Kathedrale in verschiedenen architektonischen Stilen erweitert. La Giralda ist das ehemalige Minarett der Hauptmoschee und heute der Glockenturm der Kathedrale.  Lange Zeit war der Turm mit 96 Metern das höchste Gebäude der Welt

Sehenswert ist auch das Archivo General de Indías am Plaza del Triunfo direkt neben der Kathedrale und dem Real Alcázar. Im 16. und 17. Jahrhundert, als der Handel mit Amerika in Sevilla zentralisiert war, war es die Handelsbörse der Stadt. Seit 1785 ist es das Generalarchiv aller Dokumente aus der Zeit der spanischen Kolonisation in Mittel- und Südamerika. Der Eintritt ist frei.

Den Nachmittag kann man schön am Plaza de España verbringen. In der Sonne sitzen und ein Buch lesen, das Treiben der Touristen beobachten. Die halbkreisförmige Plaza ist das wichtigste (und teuerste) Bauwerk der Ibero-Amerikanischen Ausstellung von 1929. Es hat einen Springbrunnen mit hohen Fontänen, einen Wasserlauf, Brücken, Pavillons, Säulengalerien und zwei 80 Meter hohe Türme. An den Wänden befinden sich eine Reihe von Kachelornamenten (Azulejos), welche an die 48 spanischen Provinzen erinnern sollen. Sie stellen die Landkarten der Provinzen, Mosaike mit historischen Begebenheiten sowie die Wappen der Hauptstädte jeder Provinz dar.

Film-Fact:  Der Platz diente auch als Kulisse für Naboo in den Star Wars-Filmen.

Den perfekten Abschluss bildete ein Spaziergang am Fluss Guadalquivir mit einem atemberaubendem Sonnenuntergang. Sevilla hat mich in all den bunten Facetten einfach nur umgehauen. Das erste was ich hier dachte war: Hätte ich ein Auslandssemester gemacht, wäre Sevilla die perfekte Stadt dafür gewesen!


 

Königliche Gemäuer: Real Alcázar

Mein Highlight unseres Besuches war das Real Alcázar – ein Palast im maurischen Stil, dessen Bau im frühen 10. Jahrhundert begann und bis in die gotische Zeit hinein erweitert wurde.  Der Palast ist auch heute noch der Königspalast, wenn der spanische König in der Stadt ist. Wie auch in der Alhambra in Granada wird man hier Augenzeuge der maurischen Baukunst.

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