Ein Tag am südlichen Gardasee: Sirmione und Peschiera del Garda

Juli 12, 2017

Vor Beginn unserer Reise hatten wir uns bewusst für den nördlichen Gardasee entschieden. Doch was ist eine Reise an den Gardasee ohne ein Besuch der Touristenattraktion Sirmione am südlichen Seeufer?! Das kleine Städtchen ist einer der meistbesuchten Orte am Gardasee – nicht ohne Grund: Sirmione liegt an der Spitze einer nadelförmigen Halbinsel, die vier Kilometer weit ins Wasser hinein reicht. Die malerische Altstadt wird von einer der angeblich schönsten Wasserburgen Europas überragt.


 

Die Scaligerburg von Sirmione

Von Dro aus fuhren wir über Torbole in Richtung Autobahn, die uns auf dem schnellsten Wege in den Süden bringen sollte. Wir hatten verhältnismäßig wenig Stau – bis wir auf die kleine Halbinsel nach Sirmione fuhren. Die Parkplatzsuche hier ist eine einzige Katastrophe, vor allem in der Hauptsaison, und dementsprechend stauten sich bei unserer Ankunft schon die Autos bis auf die Hauptstraße zurück. Daher mein  Tipp: Parkt so früh wie möglich auf einem der (teuren) Parkplätze und nehmt anschließend den Shuttle-Bus »Navetta«, der im Sommer Colombare mit der Altstadt von Sirmione verbindet. Der Bus verkehrt zwischen ca. 06:30 Uhr und Mitternacht. Eine Fahrt kostet 1€ am Automaten bzw. 1,50€ im Bus.

Das »Castello Scaligero« mit seinem großen Hafenbecken und der Ringmauer schließt die Altstadt von Sirmione vom Festland ab. Nur über eine Zugbrücke gelangt man über die tiefen Wassergräben durch ein Portal mit den Wappen der Scaliger und der Venezianer in die Stadt.

Ein Besuch der Burg ist absolut empfehlenswert. Bei einem Spaziergang durch die imposante Wasserburg mit ihren dicken Mauern und Türmen aus gebranntem Ziegelstein und Naturstein, den zahlreichen Treppen und Zugbrücken erlangt man einen guten Eindruck von dem ausgeklügeltem Verteidigungssystem, das die Scaliger hier im 13. Jahrhundert erschaffen haben.

Von der Burg aus hat man zudem eine wunderschöne Aussicht über den Gardasee und die Altstadt von Sirmione mit ihren pittoresken Gassen und den bunten Häuschen. Das ehemalige Fischerdörfchen hat sich heutzutage ganz und gar dem Tourismus verschrieben. Gepflasterte Gässchen, liebevoll instandgehaltene historische Häuser, mit Blumen geschmückte Fassaden sowie noble Hotelanlagen und urige Gasthöfe sind nahezu überall zu finden.

 

 

Die Altstadt von Sirmione

Direkt hinter der der Scaligerburg geht es rechts zum Strand. Aufgrund der geringen Wassertiefe leuchtet das Wasser hier in faszinierenden Türkistönen und verbreitet ein klein bisschen Karibikflair. Hier beginnt auch ein Panoramaweg, der einmal quer über die Halbinsel führt.

Neben den Touristen-gefüllten Gassen gibt es hier auch ein paar ruhige Orte wie zum Beispiel dieser kleine süße Garten, den wir auf unserer Erkundungstour fanden.

Den Rundgang durch Sirmione beendet man am Besten mit einer großen Portion Eis. #nomnom

 

 

Abstecher nach Peschiera del Garda

Auf dem Rückweg von Sirmione an das nördliche Seeufer hielten wir noch in dem kleinen Städtchen Peschiera del Garda. Durch die Stadt verläuft der Mincio, der einzige Abfluss des Gardasees. Geprägt wir das Stadtbild durch die massive, sternförmige Festungsanlage, die strategisch genau mitten im Fluss mincio liegt.  Die Ursprünge der Festung gehen wahrscheinlich bis in die römische Antike zurück. Mittlerweile ist die Befestigungsanlage verfallen und romantisch überwuchert.

Von Peschiera aus gibt es viele Fährverbindungen, welche größere Städten wie Riva del Garda oder Malcesine anfahren. Dabei hat man die Wahl zwischen einer gemütlichen Panoramafahrt auf einem der Ausflugsdampfern und der zeitsparenderen Variante des Tragflächenboote.

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1 Kommentar

Werner Bücker Juli 30, 2017 - 5:15 pm

Sehr schöner Bericht – tolle Fotos.

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