Durch die kleine Karoo auf der Route 62

Oktober 3, 2018

Nach ein paar Tagen in Kapstadt zog es uns weiter. Die nächsten Nächte würden wir in Wilderness an der Garden Route verbringen. Der Weg dorthin führte uns durch die kleine Karoo, eine Halbwüste östlich von Kapstadt. Vorbei an verschlafenen Dörfern, zerklüfteten Gebirgszügen und trockenen Landschaften. Die Route 62 in Südafrika wird auch als kleine Schwester der berühmten Garden Route gehandelt.

Ganz früh am Morgen machten wir uns auf, um Kapstadt zu verlassen. 550 Kilometer Fahrt lagen vor uns. Und während die Sonne aufging, saßen wir schon im Bus. Durch die Winelands ging es über Paarl nach Worcester, die Übergangszone zwischen der Kap Flora und der Halbwüstenvegetation der kleinen Karoo.

 

Barrydale

Unser erster Halt war Barrydale in der Gemeinde Swellendam. Die Stadt wurde nach James Barry benannt – einem britischen Arzt, der in Südafrika nicht nur verletzten Soldaten half, sondern auch das Leben der einheimischen Bevölkerung verbesserte.

Das Must-Do in Barrydale ist ein Besuch des Vintage Restaurants Diesel & Crème. Der Laden ist vollgestopft mit allen möglichen Gegenständen  – Blechschildern, Spielautomaten und auch Kuriosem wie Friseurstühlen. Hier soll es die besten Milchshakes des Landes geben.


Und wer in der Gegend noch einen Platz zum Schlafen sucht, der sollte im dazugehörigen The Karoo Moon Motel nach einem Zimmer fragen.


 

Straußenfarm Oudtshoorn

Oudtshoorn ist wirtschaftlich die wichtigste Stadt in der kleinen Karoo. Um 1900 erlebte Oudtshoorn einen Boom durch den Verkauf von Straußenfedern. . Die Händler, die die schönen Federn verkauften, machten damit ein Vermögen. Oft sieht man deshalb in dieser Gegend ältere, prächtige Villen. Noch heute ist die Stadt als Zentrum der Straußenzucht bekannt, auch wenn der Verkauf und Gebrauch der Straßenfedern mittlerweile zurückgegangen ist.

Viele der Straußenfarmen kann man besichtigen bzw. Touren durch die Farmen buchen. Dabei erfährt man viel Wissenwertes, angefangen vom Brutverhalten der Sträuße bis hin zu den Unterschieden gegenüber Emus. Wer Spaß daran hat, kann die Sträuße auch füttern. Wir besuchten die Safari Ostrich Farm, die von außen schon sehr kommerziell ausschaut. Alles in Allem war der Besuch der Farm widererwartend sehr interessant. Ich denke der Besuch einer der vielen Farmen reicht völlig aus – wer eine gesehen hat, hat alle gesehen.


 

Der Weg zur Garden Route über den Outeniqua Pass

Der Weg von Oudtshoorn zur Garden Route führte uns durch immer grüner werdende Landschaften bis schließlich über den Outeniqua Pass. Die größte Höhe ist bei ca. 800 Metern erreicht. In der untergehenden Sonne boten sich sehr schöne Aussichten auf die üppige Vegetation, den alten Montagu Pass und auch einen ersten Blick auf den Indischen Ozean.

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