Die weißen Dörfer

Februar 18, 2017

Von Málaga fuhren wir mit dem Bus (Linie A) zunächst wieder zum Flughafen in Torremolinos, wo wir ganz unkompliziert unser Mietauto von Sunny Cars abholten und uns dann Richtung Westen aufmachten.  Unser Ziel waren die typisch andalusischen weißen Dörfer mit den weiß gekalkten Häusern und den schmalen, verwinkelten Gassen.

 

Casares

Unser erstes Ziel war Casares – eines der vielen kleinen weißen Dörfer, die an der Ruta de los Pueblos Blancos liegen. Wir schlenderten ein wenig durch die leergefegten Straßen zwischen den weißen Häusern hindurch bis zum Marktplatz, dem Treffpunkt jeden Dorfes. Je näher wir dem Marktplatz kamen, umso lauter wurde es – gleich dem Summen eines näher kommenden Bienenschwarmes. Die Spanier sind ein, Entschuldigung für die Pauschalisierung, lautes Volkes. Großfamilien kommen zusammen, Generationen treffen sich auf dem Marktplatz. Es wird lauthals diskutiert, natürlich in typisch spanisch feuriger Manier, es wird gefuchtelt, geraucht und weiter diskutiert. Und wir? Wir saßen mitten im Bienenschwarm mit unserem Café con Leche, der typischerweise in Gläsern serviert wird, und genossen das sonntägliche, spanische Dorftreiben.

Von Casares fuhren wir über die Landstraße A-369 weiter Richtung Ronda. Diese Strecke kann ich wirklich nur empfehlen. Alle paar Kilometer gibt es Aussichtpunkte (Miradores), von denen aus man wirklich grandiose Aussichten hat. Handbemalte Kacheln zeigen einem die weitere Route und geben einem Auskunft darüber, welche Berge und Dörfer man vor sich liegen hat.

 

Ronda

Spät am Nachmittag kamen wir in Ronda an. Bekannt ist die Kleinstadt vor allem für ihre Altstadt La Ciudad, die auf einem Felsplateau errichtet wurde und durch ein 80 Meter tiefes Tal (El Tajo) von dem jüngeren Stadtteil El Mercadillo getrennt wird.  Überspannt wird der Abgrund von der aus dem späten 18. Jahrhundert stammenden Puente NuevoVom Platz Plaza María Auxiliadora gibt es einen Weg hinunter zum Aussichtspunkt, von dem man die bekannte Aussicht auf Ronda mit der Puente Nuevo haben kann.

Ronda hat mir wirklich sehr gut gefallen. Nach dem Trubel in Málaga war es sehr entspannend, in das kleinere Ronda zu kommen und die ländliche Idylle zu genießen. Vor allem der Sonnenuntergang war phänomenal.

 

Setenil de las Bodegas

Am nächsten Tag ging es von Ronda aus weiter durch die gebirgige Landschaft zur Küste nach Cadiz. Auf dem Weg hielten wir aber noch in einigen weißen Dörfer. Besonders fasziniert hat mich Setenil de las Bodegas. Vor allem im Ortskern findet man hier eine große Anzahl an Häusern, hineingebaut in die steilen Felswände, die einst durch den Fluss Río Guadalporcún ausgehöhlt wurden. Dabei dienen die überhängenden Felsen oft als Hausdächer, wodurch das Dorf halb unterirdisch angelegt ist.

 

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