Die pulsierende Metropole Màlaga

Februar 15, 2017

Im Januar bereiste ich zusammen mit meinem Vater die schöne Region Andalusiens im Süden Spaniens.  Unsere Rundreise begann in Málaga – eine Stadt, die chronisch unterschätzt wird. Zwar ist sie die zweitgrösste Stadt Andalusiens, dennoch kennen viele Reisende nur ihren Flughafen und suchen von dort auch den schnellen Weg zu eine der Ferienhochburgen der Costa del Sol. Dabei hat Màlaga so viele Gründe, etwas länger zu verweilen.


 

Die Altstadt Màlagas

Absoluter Höhepunkt der Stadt ist die charmante Altstadt mit ihren engen Gasse und dem bunten Architekturmix aus verschiedenen Epochen. Ihr Herzstück ist die Catedral de la Encarnación. Der Bau der Kathedrale zog sich über 250 Jahre hin, dann hatten die Bürger genug von den ewigen Sondersteuern für den Prachtbau. Er wurde ohne den zweiten Turm beendet. Deswegen wird die Kirche von den Málagueños auch liebevoll La Manquita genannt – die Einarmige.

Tagsüber lädt die wunderschöne Altstadt mit ihrem nostalgischen Charme zum Shoppen und exzessivem Bummeln ein. Die größte Einkaufsmeile ist die Calle Marqués de Larios. Von hier aus zweigen viele kleine Gässchen ab, in denen ihr zahlreiche Boutiquen und Cafés findet. Am besten einfach mal treiben lassen, hier und da einen Café con leche trinken und sich unter die Spanier mischen.

Am Abend zieht es Touristen wie auch Einheimische in die zahlreichen Bars und Tavernen-  bis auch noch der letzte Platz besetzt ist. Eine Institution – und in jedem Reiseführer zu finden – ist die altehrwürdige Bodega Bar El Pimpi. Hier wurde schon jede Menge Prominenz verköstigt, angefangen von der Picasso-Familie bis zu Antonio Banderas. Wer hier sowieso vorbeispaziert, sollte mal hineinschauen und den Abend mit einem Tinto beginnen.

 

Die Alcazaba und das Castillo de Gibralfaro

Eine weitere Touristenattraktion ist die alte maurische Festung La Alcazaba, welche im 11 Jahrhundert am Fuße des Berges Gibralfaro im Osten der Altstadt erbaut wurde. Sie gilt als Beispiel typischer maurischer Bauskunst. Insbesondere die Garten- und Palastanlagen sind einen Besuch wert. Direkt vor der Festung liegt zudem das römische Theater, das übrigens erst 1951 entdeckt und freigelegt wurde.

Besucht man die Alcazaba, sollte man auch dem Castillo de Gibralfaro einen Besuch abstatten. Die Burg wurde im 14. Jahrhundert  zum Schutz der Alcazaba erbaut, um sie gegen die umliegenden Höhen zu verteidigen. Zwischen dem Castillo und dem Alcazaba gibt es einen Verbindungsweg, Carocha genannt, der mittlerweile nicht mehr öffentlich zugänglich ist. Man muss also von der Alcazaba erst wieder hinuntersteigen bevor man weiter zum Castillo hochläuft. Doch der Weg lohnt sich: oben angekommen hat man eine wunderschöne Aussicht über Málagas Hafen.


 

Die Hafenpromenade

Noch nicht lange ist es her, da war die Hafenanlage mit einem Zaun vom Rest der Stadt abgetrennt. Mit einem weitsichtigen städteplanerischen Projekt wurde das ganze Gebiet komplett neu gestaltet und gegen die Stadt hin geöffnet. Die neue Uferpromenade mit Shops und Restaurants hat in kürzester Zeit das Herz der Malagueños erobert.

 

Überraschung: Die heiligen drei Könige in Màlaga

Bei unserer Ankunft in Málaga wurden wir davon überrascht, dass am 05. Januar traditionell ein großes Weihnachtsfest zu Ehren der „Heiligen drei Könige“ stattfindet. Ehrlich gesagt hatten wir keine Ahnung davon und sind wirklich total davon überrumpelt worden. Tatsächlich sind wir mit dem Bus vom Flughafen bis zur großen Allee Paseo del Parque am Hafen gefahren ud beim Aussteigen aus dem Bus beinahe über die aufgereihten Sitzreihen gestolpert, die für den Umzug bereits aufgestellt worden waren.

Umso schöner war die Erkenntnis, dass unsere Unterkunft direkt an der Route des Umzuges lag und wir sogar ein Zimmer mit Balkon zur Straße hinaus hatten. So konnten wir das Treiben gemütlich vom Balkon aus verfolgen ohne uns in das bunte Gedränge einreihen zu müssen.  Gleich unserem Rosenmontagsumzug fuhren große prachtvoll geschmückte Wagen in durch die Straßen, gefolgt von großen und kleinen Tanzgruppen. Kamelle wurden geworfen. Und es wurde bis in die Nacht hinein gefeiert.

Aber nicht nur der Umzug mit den festlich geschmückten Wagen war ein Augenschmaus. Ganz Màlaga war noch in Weihnachtsstimmung und entsprechend geschmückt. Herausragend war die Calle de Larios mit ihrem Sternendach…


 

Unsere Unterkunft: Hotel del Pintor

Das moderne Boutique-Hotel Hotel del Pintor liegt in der Altstadt in direkter Nähe zur Plaza de la Merced und dem Geburtshaus von Picasso. Die in rot und schwarz gehaltenen Zimmer wurden individuell von Pepe Bornoy, einem Dichter und Maler aus Málaga, gestaltet und dekoriert. Die Unterkunft liegt sehr zentral, inmitten von Restaurants und Tapas-Bars. Zudem sind es nur wenige Gehminuten bis zur Kathedrale und den anderen Sehenswürdigkeiten.

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