Sri Lanka

| Hier findest du alle Sri Lanka Reisetipps |

Land in Kürze

Sri Lanka, früher bekannt unter dem Namen Ceylon, ist ein Inselstaat im Indischen Ozean, der nur durch eine 50 km breite Meerenge von Indien getrennt wird. Und obwohl es nur die Größe von Bayern hat, ist es ein Reiseland, das viel zu bieten hat: Menschenleere Strände zum Entspannen, kühles Hochland zum Wandern und Teetrinken, alte Kulturstätten zum Entdecken und über 40 Nationalparks, die zur Safari einladen.

Das Land zählt etwa 20,8 Millionen Einwohner.  Die Singhalesen machen den größten Teil der Bevölkerung aus, die Tamilen stellen die größte Minderheit. Die Landessprachen sind Singhalesisch und Tamilisch. Die Verkehrssprache ist englisch.

Die offizielle Landeswährung in Sri Lanka ist die srilankische Rupie (Rps). 1 Euro entspricht ungefähr 190 Rps (Stand Mai 2018). Da der Kurs schwankt findest du den aktuellen Wechselkurs hier.

Beste Reisezeit

Auf Sri Lanka herrscht tropisches Monsunklima. Durch den Wechsel der Monsunwinde entstehen zwei stabile Phasen, die das Klima auf Sri Lanka wesentlich beeinflussen. Denn während der Monsunzeit kann es zu  starken Regenfällen mit Überschwemmungen und Erdrutschen kommen.

Der Sommermonsun („Yala“) von etwa Mai/Juni bis September/ Oktober bescherrt der West- und Südwestküste starke Nieder-schläge und Unwetter. Es herrscht die beste Reisezeit für den Osten und Norden, wo jetzt Trockenzeit ist.

Ab Oktober/November kehren sich die Verhältnisse um, dann weht bis etwa Mai der Wintermonsun („Maha“). Jetzt konzentrieren sich die Niederschläge im Norden und Osten der Insel und es ist die perfekte Reisezeit für den Süden und Westen.

Einreise

Für Deutsche besteht in Sri Lanka Pass- und Visumpflicht. Das Visum könnt ihr online als „Electronic Travel Authorization“ (kurz: ETA) unter www.eta.gov.lk beantragen. Anschließend muss die Gebühr von 35 US-$ per Visa-, Mastercard oder American Express entrichtet werden – nur dann ist die elektronische Aufenthaltsgenehmigung gültig. Bei Ankunft am Flughafen in Colombo zeigt ihr dann das Formular vor und kannst entspannt einreisen.

Das Visum ist für 30 Tage gültig.  Eine Verlängerung des Visums kann beim »Department of Immigration and Emigration« in Colombo beantragt werden. Aus eigener Erfahrung weiß ich jedoch, dass dies sehr zeitaufwändig und nervenaufreibend sein kann.

Gegen Aufpreis kann das Visum auch bei der Einreise am Flughafen ausgestellt werden. Dann erhöht sich die Gebühr auf 40 US-$.

Transport

Eine kostengünstige, wenn auch manchmal nervenaufreibende, Transportmöglichkeit ist der öffentliche Bus. Für umgerechnet etwa 0,5 – 2€ kommt man so von Stadt zu Stadt. Je nach Fahrgastaufkommen kann die Reise allerdings sehr beengt werden. Wer jedoch günstig und wie die „Locals“ reisen will, der nimmt den Bus. Es gibt verschiedene Busse bzw. Überlandbusse. Welchen man gerade erwischt ist manchmal auch etwas Glück.

Vor allem im Hochland, aber auch an der Südküste zwischen Galle und Colombo gibt es gut Zugverbindungen für wenig Geld. Tatsächlich sagt man, dass die Verbindunge zwischen Kandy und Ella die schönste der Welt sein soll.

Unterkünfte

Ich bin mit einer Freundin zu zweit durch das Land gereist. Wir haben durchschnittlich für 25-40€ pro Nacht zu zweit übernachtet. Dafür bekommt ihr ein Doppelzimmer in einem Guesthouse oder einem kleinen Hotel.

Du kannst in Sri Lanka prinzipiell einfach losziehen und dir vor Ort eine Unterkunft suchen. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass die Walk-in-Preise nicht günstiger sind, als wenn ihr eure Unterkunft vorher bucht. Gerade während den Hauptreisezeiten sind dann viele bereits ausgebucht und du musst vor Ort nehmen, was übrig bleibt. Ich habe unsere Unterkünfte in Sri Lanka fast alle über booking.com gebucht.

Essen

Rice & Curry. Das ist quasi das Nationalgericht in Sri Lanka und einfach unfassbar vielseitig und lecker. Es gibt die Fisch-, Fleisch und vegetarische Variante. Du bekommst in der Regel immer Reis, Papadam und verschiedene Curries gereicht. In der Regel sind das vier bis fünf, im Lucky Fort in Galle haben wir einmal unglaubliche 11 Curries dazu gereicht bekommen! Unser Abendessen hat in der Regel etwa 600 -1200 Rps gekostet. Wenn noch ein Bierchen mehr dazukam sind es dann auch mal 1500 Rps geworden.
Neben Rice & Curry solltest du unbedingte das Streetfood probieren. Meine absoluten Lieblinge waren Samosas (frittierte Teigtaschen mit Gemüse und Gewürzen gefüllt) und gefüllte Rotti (Teigfladen). Beides gab es für etwa 40 bis 100 Rps. als Snack zwischendurch.

Internet und SIM-Karte

Reisen ohne Internet ist irgendwie unpraktisch  Deswegen versuche ich auf längeren Reisen eine lokale Prepaid-SIM-Karte zu kaufen. Dies kann man in Sri Lanka direkt bei der Ankunft am Flughafen machen oder später in einem der entsprechenden Shops, z.B. von Dialog. Andere Anbieter wären Etisalat und airtel, allerdings soll Dialog das schnellst mobile Internet haben.

Die Prepaid-SIM-Karte von Dialog hat mich unschlagbare 150 Rps gekostet, 5 GB Internet 700 Rps und etwas Telefonierguthaben 100 Rps. Die SIM-Karte wurde uns direkt eingesetzt und aktiviert. Alles was wir brauchten war ein Handy ohne SIM-Lock und unseren Reisepass.

Sicherheit

Seit Ende des Bürgerkriegs im Mai 2009 haben in Sri Lanka keine Terroranschläge mehr stattgefunden. Mittlerweile sind auch der Norden und Osten für Touristen wieder frei zugänglich. Es kann jedoch noch vereinzelt zu Auseinander-setzungen zwischen Anhängern der buddhistischen Bevölkerungsmehrheit und anderer Religionen kommen, so zuletzt Anfang März 2018 in der Provinz Kandy.

Generell habe ich Sri Lanka jedoch als sicheres Land empfunden. Allein reisende Frauen sollten sich natürlich dennoch entsprechend vorsichtig verhalten.

Aktuelle Informationen zur Sicherheitslage erhaltet ihr beim Auswärtigen Amt.

 Impfungen

Für alle Reisenden wird ein Impfschutz für Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Hepatitis A empfohlen.

Bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung (z.B. engen sozialen Kontakten, mangelhaften hygienischen Verhältnissen, Trekkingreisen) werden auch folgende Impfungen empfohlen: Hepatitis B, Typhus, Tollwut. Die Impfung gegen Japanische Enzephalitis wird für längere Aufenthalte speziell in ländlichen Regionen empfohlen.

Außerdem sollte ein ausreichender Schutz vor Stechmücken mit entsprechender Kleidung, Repellentien, etc. erfolgen (Expositionsprophylaxe).

Aufgepasst: Diese Information ersetzt keine Beratung durch eine tropen- oder reisemedizinische Beratungsstelle! Links:  www.dtg.org oder: www.frm-web.de

 

| Meine 2- bis 3-wöchige Reiseroute durch Sri Lanka |

 
Negombo: 1-2 Nächte.  Das Motto lautet: „Ease into it.“ Gönnt euch das erste Rice and Curries, taucht die Füße ins Meer und genießt das warme Klima.

Dambulla: 3-4 Nächte, um das kulturelle Dreieck mit dem Löwenfelsen Sigiriya, dem Höhlentempel von Dambulla sowie den alten Ruinenstädten Polonnaruwa und Anuradhapura zu erkunden.

Kandy: 2 Nächte in der Königsstadt. Spaziert um den See und besucht eine Messe im heiligen Zahntempel.

Nuwara Eliya: 1-2 Nächte in der höchtsgelegenen Stadt Sri Lankas. Auf dem kurvigen Weg vorbei an Wasserfällen und Teeplantagen geht ins kalte Hochland. Unbedingt den Nationalpark Horton Plains besuchen!

Ella: 2-3 Nächte, um die umliegende Landschaft zu Fuß (entlang der Gleise) zu erkunden. Must-See’s: Die Aussicht vom Little Adam`s Peak und die Nine Arches Bridge.

Udawalawe: 1 Nacht für eine Safari im Udawalawe Nationalpark.

Tangalle: 3 Nächte, um am Strand zu entspannen und Cocktails zu schlürfen.

Galle: 3-4 Nächte. Erlebe das holländische Fort mit all den hippen Restaurants, süßen Boutiquen und Hotels. Die Party steigt wenige Kilometer entfernt in Unawatuna. Zum Wassersport lädt das 17 Kilometer entfernte Surfer- und Schnorchel-Paradies Hikkaduwa ein.

Colombo: 1 Nacht. Erkunde die Hauptstadt bevor du den Rückflug antrittst.


 

| Alle Reiseberichte über Sri Lanka |

 

  • Einen Monat sind wir schon in Sri Lanka. Da wird es endlich an der Zeit, eine Frage zu beantworten, die mir immer wieder gestellt wird: Wie ist es eigentlich im Krankenhaus?Wie ist mein PJ? Ich berichte von entspannten Nachmittagen am Strand und vom Reisen quer durchs Land. Aber eigentlich sind wir ja zum Arbeiten hier. Nun, wenn nur das kleine Wörtchen…

  • Von Beruwela aus ging es wieder weiter Richtung Süden. Doch bevor wir Galle erreichten, legten wir noch einen weiteren Stopp ein: in Hikkaduwa. Der populäre Küstenort ist ein wahres Backpacker-Mekka. Die vorgelagerten Riffe laden zum Tauchen und Schnorcheln ein. Die Wellen ziehen eine große Anzahl erfahrener Surfer an. Und gegen Abend versammeln sich alle auf ein Lion Beer in einem der zahlreichen Strandrestaurants…

  • Sri Lanka

    Küstenort Beruwela

    von Vanessa Dezember 2, 2015

    Nach unserer Visumsverlängerung in Colombo fuhren wir wieder Richtung Galle. Aber statt den direkten Weg zu nehmen, erkundeten wir noch weiter die Westküste. Wir hatten bereits Induruwa kennen gelernt und waren positiv überrascht worden. Nun legten wir einen Übernachtungsstopp in Beruwela ein, nicht weit entfernt von Induruwa und dem Touristen-Magneten Bentota. Auch wenn wir nicht lange dort waren, konnten wir…

  • Das „Entry Visum“ für Sri Lanka gilt nur für 30 Tage, danach muss man es in Colombo verlängern. Ein guter Zeitpunkt für uns,  Sri Lankas Hauptstadt mal ein bisschen genauer unter die Lupe zu nehmen. Bei unserer Ankunft aus Deutschland hatten wir dies verpasst, da wir vom Flughafen direkt zum näher gelegenen Negombo gefahren waren.  Nun wollten wir das Versäumte nachholen. Hier…

  • Die ersten Tage in Galle vergingen wie im Fluge – neue Leute, neue Restaurants, neue Strände. Doch nachdem die erste Woche im Krankenhaus in Galle schleppend und unbefriedrigend verlaufen war, gönnten wir uns spontan einen kurzen „Urlaub“ an der Westküste und fuhren nach Induruwa, wo wir wieder zu unseren Bekannten aus der Schweiz dazustießen.

  • Nachdem wir 2 1/2 Wochen quer durch Sri Lanka gereist sind, ging es schließlich weiter Richtung Westküste. Unser Ziel: Galle. Schließlich startete endlich unser 8-wöchiges Praktikum in der Chirurgie. So viele Gedanken gingen uns durch den Kopf: Wie würde es dort im Krankenhaus sein? Würden wir viel lernen? Trotzdem Zeit für den Strand haben?! Letztendlich haben wir uns natürlich wieder viel zu…

  • Elefanten im Nationalpark: check! Was steht als Nächstes auf der Liste? Strand! Endlich geht es wieder Richtung Meer – und hoffentlich mehr Sonne. Denn die letzten Tage wurden gegen Nachmittag immer sehr regnerisch. In Tangalle warten wir auf das lang ersehnte Sommerparadies. Auf dem Programm steht: vor allem Relaxen, bevor das Praktikum in Galle am Montag beginnt.

  • Eine Safari. Da erwachen direkt Bilder vor meinem geistigen Auge, die mit herrschaftlichen Löwen und langhalsigen Giraffen zu tun haben. Majestätische Tiere, die über die Steppe laufen. Halt König der Löwen, so in der Art. Aber in Sri Lanka?! Eine Safari hier konnte ich mir vor unserer Reise wirklich so gar nicht vorstellen. Elefanten, ja eine Menge Elefanten würde es bestimmt geben.…

  • Nach zwei Nächten im Smog Kandys und zwei Nächten im kalten Nuwara Eliya sind wir durchgefroren und haben den Regen satt. Deswegen ging es für uns weiter in das schöne Dorf Ella, das unsere Erwartungen übertraf. Hier fanden wir eine entspannte Atmosphäre mit gemütlichen Cafés und Restaurants. Aber auch die Natur war wunderschön und lud zu vielen Spaziergängen ein. Ella…

  • Nach einer kurzen Steppvisite in der „Königsstadt Kandy“ ging es für uns weiter ins zentrale Hochland. Unser erster Halt: Nuwara Eliya, auch kurz „Nureliya“ genannt. Nuwara Eliya gehörte einst zur britischen Kolonie. Daher ist es nicht verwunderlich, dass man sich hier ein bisschen fühlt, als sei man irgendwo in Great Britain gelandet – Wetter eingeschlossen. Hier werden Erdbeeren und Möhren angebaut,…

  • Nachdem wir die alten Ruinen Anuradhapuras und Polonnaruwas erkundet haben, in denen der Eckzahn Buddas eine lange Zeit aufbewahrt wurde, machten wir uns in die Stadt auf, die ihn heute beherbergt: Kandy. Kandy war die letzte Haupstadt des singhalesischen Königreiches, das sich gegen die Kolonialmächte behaupten konnte. 1815 wurde Kandy schließlich durch die Briten erobert.

  • Nachdem wir mit dem Fahrrad Polonnaruwa erkundet hatten, setzten wir am Tag darauf das kulturelle Sightseeing in Anuradhapura fort. Anuradhapura liegt etwa 70 Kilometer von Dambulla entfernt und ist die Hauptstadt der Nord-Zentralprovinz. Die Stadt wurde 400 v. Chr. erbaut, ist also etwas älter als Polonnaruwa, und war 1300 Jahre lang sowohl ein wichtiges religiöses als auch politisches Zentrum, indem schon viele…

  • Nachdem wir uns bereits den Felsentempel Sigiriya und den Höhlentempel in Dambulla angeschaut hatten, standen die beiden ältesten Hauptstädte Sri Lankas auf dem Programm: Anuradhapura und Polonnaruwa, die beide in der Zentral-Nordprovinz liegen. Hier besichtigten wir alte Ruinen, fuhren mit dem Fahrrad durch idyllische Landschaften und sahen zwei der wichtigsten buddhistischen Pilgerstätten des Landes. Da beide Städte mit dem Bus etwa 1-2…

  • Wir verließen Negombo und die Küste Richtung Landesinnere. Hier erwartete uns viel Geschichte, atemberaubende UNESCO-Weltkulturerbe und noch mehr Geschichte. Das kulturelle Dreieck, auch Golden Triangle genannt, beherbergt alte Ruinenstädte, Königsgräber und den heiligen Zahn Buddhas. Na gut, Letzteres klingt vielleicht nicht so spannend. Aber hey, Buddha soll echt große Zähne haben.

  • Der Flieger ist gelandet und ich kann müde, aber glücklich verkünden: Wir sind in unserem ganz persönlichen Asien-Abenteuer angekommen! 10 Wochen Sri Lanka liegen vor uns. Unsere erste Station in Sri Lanka ist Negombo – eine kleine Stadt an der Westküste, nur wenige Kilometer entfernt vom internationalen Bandaranaike Flughafen. In Negombo werden wir zwei Nächte bleiben und uns gemütlich auf…