7 Dinge, die du auf Malta machen solltest

Januar 18, 2017

Zusammen mit zwei Freundinnen verbrachte ich Ende November eine Woche auf der Insel Malta. Im Sommer lädt die Insel mit ihren Stränden und dem türkisfarbenen Wasser natürlich zum Schwimmen und Sonnenbaden ein. Dann locken auch viele der kleineren Küstenstädte die Touristen an und ein Besuch der kleinen Insel Comino ist zu empfehlen. Im Herbst jedoch ist das Meer rau und weniger einladend, der Wind bläst kühl und bringt an der Küste mitunter ungemütliche Stimmung mit sich. Es gibt jedoch trotzdem genug zu entdecken, auf dieser kulturreichen Insel. Deswegen stelle ich euch heute mein sieben Top-Highlights auf Malta vor – Strände und Badeerlebnisse einmal ausgenommen.

 

1. Die Hauptstadt Valletta besuchen


Maltas Hauptstadt Valletta ist eine dicht bevölkerte und kleine Stadt, sogar die kleinste Haupstadt Europas. Mir hat der Besuch Vallettas unglaublich gut gefallen. Die Gebäude sind alle aus dem typischen Sandkalkstein gebaut und sind mal weniger gut, mal besser erhalten. Überall sieht man die typischen maltesischen Balkone aus Holz, die damals als Statussymbol galten. Es dürfen keine neuen Gebäude errichtet werden, dadurch wirkt die Stadt sehr einheitlich. Mehr zur Geschichte und den Must-See’s der Stadt könnt ihr hier nachlesen.

Valletta
 

2. Durch die Gassen Mdinas und Rabat schlendern


Mdina ist die alte Hauptstadt Maltas und liegt auf einem Hügel in der Inselmitte. Sie wird auch als „Stille Stadt“ bezeichnet. Hier leben nicht einmal 300 Einwohner und die meisten Touristen sind Tagesgäste. Daher präsentiert sich die Stadt abends beinahe menschenleer. Das mittelalterliche Stadtbild ist geprägt von schmalen Gassen und den aus dem maltatypischen sandfarbenen Kalkstein errichteten Palästen und Kirchen.

Das Haupttor von Mdina, ein Drehort für Game of Thrones

Mdina

Mdina Kathedrale

Hinter Mdina liegt eine lange Geschichte und noch immer scheint die Zeit hier angehalten zu sein. Ursprünge der Besiedlung gehen in die Bronzezeit zurück. Die Phönizier bauten die Siedlung als Festung aus und nannten den Ort Malet („Zufluchtsort„). Die Römer schließlich umgaben Mdina und die benachbarte Stadt Rabat mit einer starken Festungsmauer, welche die Araber nach ihrer Eroberung Maltas 870 aus strategischen Gründen wiederum nur auf Mdina begrenzten. Die Araber waren es auch, die der Stadt den heutigen Namen Mdina („Von Mauern umgebende Stadt„) gaben.

 

3. Beeindruckende Megalithen-Tempel besichtigen


Auf Gozo und Malta wurden zwischen 3800 v. Chr. und 2500 v. Chr. fast dreißig Megalithtempel errichtet. Sie bestehen aus bis zu 20 Tonnen schweren Kalksteinquadern. Lange Zeit nahm man an, dass die ägyptischen Pyramiden die ersten großen Steinbauten der Welt seien. Mittlerweile weiß man, dass die Megalithtempel auf Malta älter sind und die ersten der gesamten Megalithkultur und damit Vorläufer der weitaus berühmteren Anlagen im bretonischen Carnac und englischen Stonehengesind. In den 80er- und 90er-Jahren wurden die Megalithtempel Maltas von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Tarxien:

  • Infos: Die Tempelanlage von Tarxien ist die größte Anlage Maltas und besteht aus vier zusammen-hängenden Tempeln, die in unterschiedlichen Epochen errichtet worden sind. Die Anlage wurde 1956 umfassend saniert. Dabei wurden viele verzierte Steinblöcke durch Kopien ersetzt und die Originale in das Archäologische Museum von Valletta verlagert, um sie vor Verwitterung zu bewahren.
  • Öffnungszeiten: Montag bis Samtag von 09:00 bis 16:00 Uhr
  • Preise: Erwachsene 6€, Ermäßigt 4.50€

Tarxien

Ħaġar Qim:

  • Infos: Ħaġar Qim befindet sich, zusammen mit dem nahegelegenen Tempel von Mnajdra, südlich von Qrendi auf einem Hochplateau über dem Mittelmeer. Man geht davon aus dass die Anlage von Hagar Quim ein frühzeitliches Observatorium war.
  • Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 09:00 bis 17:00 Uhr (Winter) bzw. 18:00 Uhr (Sommer).
  • Preise: Erwachsene 10€ , Ermäßigt 7.50€

 

4. Zum Fischmarkt nach Marsaxlokk fahren


Marsaxlokk ist ein Fischerdorf im Südosten Maltas. Der Name setzt sich aus dem arabischen Wort Marsa („Hafen“) und dem maltesischen Wort Xlokk („Südwind“) zusammen. Die Stadt ist vor allem aufgrund der Hafenpromenade sehenswert, die zum Schlendern und Schlemmen einlädt. In mehreren aneinandergereihten Restaurants wird frisch gefangener Fisch angeboten, den man mit Blick auf die malerische Bucht und den bunt bemalten Fischerbooten (Luzzus) genießen kann.

Direkt an der Hafenpromenade wird täglich ein kleiner Flohmarkt abgehalten. Den größten Ansturm erhält Marsaxlokk jedoch sonntags, wenn auf dem Fischmarkt an der Promenade zusätzlich der Reichtum des Meeres dargeboten wird.  Die beeindruckende Auswahl an Fisch und Meeresfrüchten reicht von Bonitos über kleine Haie, Kalmare, Muscheln, Lumpuki, Wolfsbarsch, Doraden, Barakudas und Meeräschen

Marsaxlokk

 

5. Einen Tagesausflug nach Gozo unternehmen


Gozo ist ein wahrer Tipp: felsige Buchten, blaue Lagunen, riesige Tempel und Olivenplantagen. Vor allem im Frühjahr zeigt sich Gozo deutlich grüner als ihre große Schwesterinsel Malta. Ein Besuch der Insel ist sowohl im Sommer wie auch im Winter absolut empfehlenswert.

Ebenso wie Malta hat Gozo eine lange Geschichte hinter sich. Die ersten Menschen, wahrscheinlich Einwanderer aus Sizilien, lebten schon im 5. Jahrtausen v. Chr. hier. Noch vor der Mitte des 4. Jahrtausends errichteten sie auf dem Plateau südlich des heutigen Ortes Xagħra die neolithische Ġgantija-Tempelanlage, die heute besichtigt werden kann und ein Highlight der Insel ist.

Ein weiteres Must-See ist die Alte Zitadelle, die auf einem Felsen nördlich des Stadtzentrums von Gozos Hauptstadt Victoria (ir-Rabat) liegt. Sie wurde in der Bronzezeit um 1500 v. Chr. befestigt und in den darauffolgenden Jahrhunderten unter den Phöniziern und Römern weiter ausgebaut. Die Zitadelle war in dieser Zeit ein wichtiger Ort – militärisches, religiöses und Verwaltungszentrum.

Gozo

Einen heftigen Niedergang erlebten Gozo und die Zitadelle im Jahr 1551 als die osmanische Seemacht nach einem erfolglosen Angriff auf Malta auf das weniger gut geschützte Gozo angriff. Die Bevölkerung, gut 5000 Menschen, wurden angekettet und in die Sklaverei verkauft. Es dauerte fast ein halbes Jahrhundert um die Insel wieder zu bevölkern und die Zitadelle wieder aufzubauen. Der Besuch der Zitadelle und des Informationszentrums sind kostenlos. Kostenpflichtig sind hingegen die wenigen Museum, die innerhalb der Zitadelle zu finden sind.

Mein absoluter Höhepunkt auf Gozo ist das Azure Window bei Dwejra. Es steht sehr nah bei zwei anderen berühmten Naturdenkmälern und beliebten Tauchplätzen– dem Inlandmeer und der Dwejra-Bucht. Die atemberaubende Geografie der Gegend wurde vor Tausenden von Jahren geschaffen, als zwei Kalksteinhöhlen zusammenbrachen.

Die Anreise erfolgt übrigens mit der Fähre vom maltesischen Hafen Cirkewwa zum Hafen von Mgarr, das einem mit den typischen bunten Fischerbooten und der hoch über dem Dorf ragenden Kirche Our Lady of Lourdes begrüßt.

Fähre Gozo Channel Line:

  • Fahrzeit: ca. 25 Minuten
  • Preise: Erwachsender 4.65€, Kinder 1.15€
  • Fahrplan

Kleinere Boote pendeln auch während der Saison zwischen Mgarr, Comino und Cirkewwa. Organisierte Rundfahrten können an vielen Stellen gebucht werden. Führender Veranstalter ist Captain Morgan. Weitere Informationenfindet ihr unter: www.captainmorgan.com.mt.

 

6. Auf den Spuren von Popeye im Sweethaven Village


Popeye Village, auch bekannt als Sweethaven Village, ist eine alte Filmkulisse und wurde 1979 für dem Film „Popeye – Der Seemann mit dem harten Schlag“ errichtet. Der Ort befindet sich etwa zwei Kilometer westlich der Stadt Mellieħa, im Nordwesten der Insel Malta am Ufer der Anchor Bay. Popeye Village wurde nach dem Freizeitpark weiter ausgebaut und wird heute als als Freizeitpark genutzt.  Er ist täglich geöffnet und bietet neben den charakteristischen Häusern auch Shows und Bootstouren auf der Anchor Bay.

Mehr Infos unter: https://popeyemalta.com/.

 

7. Maltesische Köstlichkeiten probieren


Die Grundlage der maltesischen Küche wird “Cucina Povera” genannt, was so viel heißt wie Arme Leute-Küche. und entstand als italienische und arabische Köche ihr Können vereinten. Hier eine Auswahl typisch maltesischer Gerichte:

Pastizzi  = kleine gefüllte Blätterteigtaschen

Ftira = besondere Art Fladenbrot mit einem Loch in der Mitte, quasi ein Bagel

Stuffat tal-fenek = Kanincheneintopf, das Nationalgericht Maltas. Bereits seit Jahrhunderten gilt fenek (Kaninchen) auf den maltesischen Inseln als Köstlichkeit. Es wird in der Regel mit viel Knoblauch angerichtet.

Aljotta =  würzige Fischsuppe mit Knoblauch, Peperoni, Tomaten, Reis, und viel gehacktem Majoran oder Petersilie

Kannoli = kross gebackene Teigröllchen, die mit Ricotta, Schokolade oder kandierten Früchten gefüllt sind

Pastizzi

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